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Schüler fertigen in Wurzbach Gedenktafel für Geschwister Scholl

Eine Gedenkplatte haben Jenny Günther und Manuel Gruner von der Regelschule Wurzbach in der Heinrichshütte gegossen. Hilfe erhielten sie dabei von den Mitarbeitern des Schaudenkmals. Die Gedenkplatte erinnert an die Namensgeber der Regelschule, die Geschwister Scholl. Etwa 700 Grad heißes Aluminium wird in die vorbereiteten Formen gegossen.

Eine Gedenkplatte haben Jenny Günther und Manuel Gruner von der Regelschule Wurzbach in der Heinrichshütte gegossen. Hilfe erhielten sie dabei von den Mitarbeitern des Schaudenkmals. Die Gedenkplatte erinnert an die Namensgeber der Regelschule, die Geschwister Scholl. Etwa 700 Grad heißes Aluminium wird in die vorbereiteten Formen gegossen.

 

Eine Gedenk-Tafel für die Geschwister Scholl entsteht im Rahmen der Projektarbeit von Jenny Günther und Manuel Gruner. Die beiden Jugendlichen von der Regelschule Wurzbach hatten sich dem Thema 'Leben und Tod' gewidmet.
Wurzbach. Den praktischen Teil ihrer Arbeit haben die beiden Lehestener dazu genutzt, die Gedenk-Tafel im Technischen Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte anzufertigen.

 

"Die beiden haben sich ihr Thema im Halbjahr der 9. Klasse aus neun Vorschlägen ausgesucht", sagte die betreuende Fachlehrerin, Ingrid Horn. "Im Ethik-Unterricht hatten wir die Thematik schon behandelt."

 

Die Pädagogin zeigte sich mit ihren Schützlingen sichtlich zufrieden. "Es ist der Idealfall, die beiden haben von Anfang an selbstständig gearbeitet. Ich erlebe das bei einer solchen Projektarbeit das erste Mal", sagte Ingrid Horn.

 

"Von den Vorschlägen fanden wir das Thema interessant", sagte Jenny Günther. "Jeder muss sich in seinem Leben damit auseinandersetzen", ergänzte die 16-Jährige.

 

Zunächst widmete sie sich zusammen mit Manuel Gruner dem theoretischen Teil der Projektarbeit. "Nach der Gliederung haben wir uns im Internet informiert", beschrieb Jenny Günter den Arbeitsablauf. Auf insgesamt 40 Seiten haben sich die beiden Schüler mit dem Thema "Leben und Tod" auseinandergesetzt.

 

Dabei ging es um Fragen wie die Menschen in früheren und in heutigen Zeiten mit dem Tod und dem Sterben umgegangen sind. "Wir haben uns mit den verschiedenen Bestattungsformen beschäftigt", sagte Manuel Gruner. Weitere Aspekte waren die Sterbehilfe oder der Hospizdienst.

 

Auch von religiöser Seite her haben sich die beiden Schüler der 10. Klasse umfassend informiert. Ein Gliederungspunkt beinhaltet den Umgang mit dem Thema Tod und Sterben im Christentum, Islam oder Judentum.

 

Im praktischen Teil wollten die beiden Lehestener "etwas Bleibendes schaffen", sagte Jenny Günther. Die Idee mit der Gedenkplatte aus Aluminium hatte ihr Vati Dirk, der als Gießer in derHeinrichshütte beschäftigt ist.

 

In gewissenhafter Arbeit entstand das Modell. "Sie haben es selber gebaut und die Buchstaben aufgeklebt", sagte Dirk Günther. Daran schloss sich der Arbeitstag in derHeinrichshütte an.

 

Unter tatkräftiger Mithilfe von Dirk Günther entstand die Gussform. Bei einzelnen Arbeitsschritten konnten aber auch Jenny Günther und Manuel Gruner selbst mit Hand anlegen. "Sie haben sich geschickt angestellt und zügig gearbeitet", sagte Dirk Günther. Etwa vier Stunden dauerte der Entstehungsprozess der Gedenk-Tafel.

 

Nach der Fertigstellung kommt noch die Feinarbeit. Die Gedenk-Tafel für die Geschwister Scholl muss noch geschliffen werden und die Buchstaben sollen noch mit silberner Farbe versehen werden.

 

"Wir bedanken uns bei der Heinrichshütte für die Arbeitsmöglichkeiten", sagte Jenny Günther. Dem pflichtete Lehrerin Ingrid Horn bei. "Ohne die Hilfe vom Leiter der Heinrichshütte, Herrn Schöps, und Herrn Günther wäre es nicht gegangen."

 

Die Gedenk-Tafel soll ihren Platz im Foyer der Regelschule finden. Ihre Projektarbeit verteidigen müssen Jenny Günther und Manuel Gruner im kommenden Jahr, Ende April.

 


Ulf Rathgeber / 30.10.10 / OTZ

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